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100 Beste Plakate e. V. wählt neuen Vorstand

Der Veranstalter des Wettbewerbs »100 beste Plakate Deutschland Österreich Schweiz« wählte in der Mitgliederversammlung, zeitgleich zur Eröffnung der Berliner Ausstellung »100 beste Plakate 15« am 16. Juni 2016, einen neuen Vorstand, dem wie bisher Götz Gramlich (D Heidelberg) als Präsident sowie Andrew und Jeffrey Goldstein (2xGoldstein, D Rheinstetten) und Erich Brechbühl [Mixer] aus CH Luzern angehören.
Neu in den Vorstand berufen wurden – für Walter Bohatsch und Susanne Ellerhold, die aus ihren Vorstandsfunktionen ausscheiden – Verena Panholzer (A Wien) und Dr. Hermann Büchner (D Berlin), der ergänzend zu den Projektaufgaben in den Bereichen Presse und Redaktion die Geschäftsführung übernimmt. Susanne Ellerhold wird dafür weiterhin beratend zur Verfügung stehen.

In seiner konstituierenden Sitzung widmete sich das neu gewählte Gremium den Vorbereitungen des nächsten Wettbewerbsjahrganges »100 beste Plakate 16«, der Nominierung der Jury-Mitglieder sowie der Vergabe des Auftrags für die Entwicklung des CD zum neuen Wettbewerb einschließlich der Gestaltung des nächsten Jahrbuches und der Ausstellung.

 

Geschichte und Anliegen

Der Wettbewerb »100 beste Plakate des Jahres«, in seinen Ursprüngen Mitte der 60er Jahre in der DDR ins Leben gerufen, wurde seit 1991 vom Verband der Grafik-Designer e. V. (VGD) im geeinten Deutschland fortgesetzt und seit dem Jahrgang 2001 in der Trägerschaft des 100 Beste Plakate e. V. für den deutschsprachigen Raum in den Ländern Deutschland, Österreich und Schweiz ausgeschrieben. Ziel des Wettbewerbs ist es, aus allen Einreichungen die 100 besten zu ermitteln und gleichberechtigt – ohne Rangfolge, ohne Preise – in mehreren Ausstellungen und einem Jahrbuch zu präsentieren.

Im Jahr 2002 lag mit den »100 besten Plakaten 01« die erste deutsch-österreichisch-schweizerische Auswahl vor. Es zeigte sich dabei, dass in den drei Ländern ein vielseitiges Plakatschaffen vorhanden und gute Gestaltung keine Mangelware ist. Es ist augenfällig, dass gerade an den Hochschulen dieser Länder die Plakatgestaltung stark gefördert wird. Die vielen studentischen Arbeiten unter den ausgezeichneten Plakaten sind dafür ein ermutigendes Beispiel.

Seither hat sich der Wettbewerb zu einer anerkannten Institution des aktuellen Plakat-Designs sowohl unter Plakatgestaltern und Grafikdesign-Büros als auch bei Studierenden und Werbeagenturen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz positionieren können. Zahlreiche Einreichungen von über 1 500 Plakaten pro Jahrgang sowie die mediale Beachtung der jährlichen Ergebnis-Ausstellungen in der Fach- und Publikumspresse, elektronischen Medien und Internet-Blogs zeugen vom hohen Stellenwert, den die »100 besten Plakate des Jahres« erwerben konnten.

Mit der Gründung und der erfolgreichen Tätigkeit des Trägervereins ist es gelungen, dem jährlich ausgelobten Wettbewerb Unabhängigkeit auf Grundlage der Selbstfinanzierung aus Teilnahmegebühren – gestaffelt nach Anzahl der eingereichten Plakate bzw. Plakatserien und zu 50% rabattiert für Vereinsmitglieder und Studierende – sowie der Erlöse aus Verkäufen der Jahrbücher zu verschaffen. Alle Einnahmen fließen ausschließlich in die Durchführung des Wettbewerbs.

Mit der Orientierung auf das deutschsprachige Plakat über die Grenzen der Bundesrepublik Deutschland sind die Grafik-Design-Verbände Österreichs und der Schweiz sowie die AGI und die ICOGRADA neben den seit mehreren Jahren kooperierenden deutschen Fachverbänden, BDG und AGD, als Partner gewonnen worden. Damit wird gewährleistet, allen an einer Beteiligung Interessierten die Einreichungsmodalitäten zugänglich zu machen. Darüber hinaus können die an einer Teilnahme Interessierten durch Eintragung in den elektronischen Newsletter- oder den postalischen Verteiler sicherstellen, die zum Start des Wettbewerbsjahrgangs im Dezember jeweils erscheinende Ausschreibung mit allen Details zu erhalten.

Der Wettbewerb um Spitzenleistungen des aktuellen Plakat-Designs steht weiterhin alljährlich Grafik-Designern, Auftraggebern und Druckereien offen. Er wendet sich an alle, die an der Umsetzung kreativer Leistungen im Bereich Plakat, gleich ob für Kultur, Produktwerbung, soziale oder politische Zwecke, Anteil haben. Es können Plakate aller Genres eingereicht werden, die im Laufe des vorangegangenen Kalenderjahres entworfen und gedruckt worden und deutschsprachig bzw. im deutschsprachigen Raum entstanden sind. In den letzten Jahren hat der Wettbewerb durch die Einführung der Rubriken

  • A – Plakate als Werbemittel für Wirtschaft, Kultur und Soziales,
    Auftragsarbeiten mit Aushang im halböffentlichen bzw. öffentlichen Raum
  • B – Plakate als Eigenwerbung, als Autorengrafik oder als Experiment
  • C – Plakate Studierender, realisiert mit schulischer Begleitung

bei der Präsentation der Ergebnisse sowie durch die Auswahl in einen zweistufigen Prozess – mit Online-Registrierung bzw. -einreichung – weiter an Profil gewonnen.

Die Auswahl der 100 besten Plakate eines Jahres erfolgt durch eine – vom Vorstand des 100 Beste Plakate e. V. berufene, aus namhaften Grafik-Designern und Plakat-Theoretikern bestehende – Jury, deren Zusammensetzung jedes Jahr wechselt. Dabei gehört es ebenfalls zu den Neuerungen der letzten Jahre, hierfür auch Vertreter aus dem nicht deutschsprachigen Raum einzuladen. Die Übersicht der für »100 beste Plakate« über die Jahre aktiver Jurorinnen und Juroren liest sich wie ein Who Is Who der Grafik-Design-Szene.

Die ausgewählten Plakate werden der Öffentlichkeit in Berlin, Essen, Nürnberg, Luzern und Wien sowie an weiteren wechselnden Orten durch mehrwöchige Ausstellungen vorgestellt. Dazu erscheint in Zusammenarbeit mit dem Verlag Hermann Schmidt Mainz das Jahrbuch, dessen grafische Gestaltung – zusammen mit den weiteren Elementen des jährlich wechselnden Corporate Designs – an Designer bzw. Designbüros vergeben wird, die diese Gestaltungsaufgaben unentgeltlich zur Förderung des Wettbewerbs erbringen. Die Jahrbücher stellen mit den Abbildungen aller Preisträger-Plakate und weiterführenden Beiträgen sowie den Kontaktangaben im Anhang nicht nur ein Instrument für die Eigenwerbung der Gewinner dar, sondern die Reihe kann als Kompendium gegenwärtigen Plakat-Designs im deutschsprachigen Raum als Referenzquelle dienen.